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Gasgeruch in Memmingen: Warum Erdgas stinkt und warum Sie dann nicht den Klempner rufen

· Seibel365 Memmingen

Mann telefoniert im Winter vor dem Haus – bei Gasgeruch von draußen anrufen, Memmingen
KI-generiertes Symbolbild

Warum Gas überhaupt riecht

Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Damit ein Leck nicht unbemerkt bleibt, mischen die Netzbetreiber dem Gas in winzigen Mengen einen Geruchsstoff bei – man nennt das Odorierung. Der typische Geruch nach faulen Eiern oder Schwefel, manchmal auch stechend-süßlich, ist also Absicht: Er warnt lange, bevor eine zündfähige Konzentration erreicht ist. In Memmingen betreiben die Stadtwerke Memmingen das Gasnetz, an dem die Thermen und Kessel in der Altstadt, in der Weststadt und in den Stadtteilen hängen. Wer diesen Geruch wahrnimmt, hat kein Sanitärproblem, sondern einen Fall für den Netzbetreiber.

Was Sie tun – und was auf keinen Fall

  1. Fenster und Türen weit öffnen, Durchzug schaffen.
  2. Keine Funken: keinen Lichtschalter betätigen – auch nicht ausschalten –, keine Klingel, keine Steckdose, kein Handy im Raum benutzen, keine Zigarette, keinen Herd.
  3. Gashaupthahn schließen, wenn Sie ihn kennen und gefahrlos erreichen: am Gaszähler oder an der Therme; Hebel quer zur Leitung bedeutet zu.
  4. Gebäude verlassen, Mitbewohner und Nachbarn durch Klopfen und Rufen warnen, nicht durch Klingeln.
  5. Von draußen anrufen: den Störungsdienst Gas/Wasser der Stadtwerke Memmingen, der rund um die Uhr besetzt ist – die Rufnummer steht auf Ihrer Gasrechnung und auf der Website der Stadtwerke. Bei starkem Geruch, im Treppenhaus oder wenn jemand über Übelkeit und Schwindel klagt: Feuerwehr über 112.

Suchen Sie das Leck nicht selbst, hantieren Sie nicht an Gasarmaturen, und schalten Sie weder Lüfter noch Abzugshaube ein, um den Geruch loszuwerden. Rufen Sie in dieser Situation auch nicht den Sanitär- oder Heizungsnotdienst – kein Handwerksbetrieb darf die Gasleitung freigeben, und bis der Netzbetreiber da war, hat niemand etwas in der Wohnung zu reparieren.

Nach der Entwarnung

Der Störungsdienst misst die Konzentration, sperrt die undichte Stelle ab und entscheidet, ob die Anlage wieder in Betrieb gehen darf. Repariert wird dabei nichts. Erst danach kommt ein Heizungsbetrieb ins Spiel, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist: Er sucht die Ursache – eine ausgetrocknete Dichtung am Zähler, ein poröser Schlauch am Gasherd, ein Fehler in der Therme –, tauscht das Bauteil und nimmt die Anlage wieder in Betrieb.

Vorbeugen: Wartung und CO-Melder

Gasthermen und Kessel gehören einmal im Jahr gewartet – das hält den Brenner sauber, prüft Dichtheit und Abgasweg und ist in Memmingen mit seinem harten Wasser auch der Moment, in dem der Wärmetauscher entkalkt wird. Eine zweite Gefahr riecht man nicht: Kohlenmonoxid entsteht, wenn Gas unvollständig verbrennt oder das Abgas nicht abzieht, etwa bei einem zugesetzten Schornstein in einem Altstadthaus oder einer Therme im fensterlosen Bad. Ein CO-Melder im Raum mit der Therme meldet, was die Nase nicht kann. Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit bei mehreren Personen im selben Raum sind ein Alarmzeichen: raus, lüften, Feuerwehr.

Für den Weg nach der Freigabe kann Seibel365 helfen: Wir vermitteln in Memmingen einen Heizungsbetrieb aus dem Partnernetzwerk, der die Entscheidung der Stadtwerke abwartet und dann die Reparatur der Therme übernimmt; die Kosten dafür bespricht er vor Beginn mit Ihnen. Mehr zu Störungen an Therme und Kessel – ohne Gasgeruch – auf der Seite Heizungsnotdienst Memmingen.

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